03.08.2018

Hurra, wir befinden uns im Internet, dem Gastzugang eines Stellplatzbetreibers sei gedankt!

 

Die unendliche Geschichte eines ölenden Planetengetriebes geht weiter! 

 

Bei Alex und Christina durften wir auf dem Platz von ,,Black Smoke Trucks'' erneut den Reifen und andere Kleinigkeiten demontieren, denn das Öl suchte weiterhin den Weg in die Freiheit.

Glück im Unglück: Christina feierte ihren Geburtstag und den Meistertitel, zur Entspannung kam außerdem der geduldige Haushund ,,Fiete'' vorbei!

 

 

Ich stinke inzwischen permanent nach Getriebeöl GL5!

 

Dem ,,Fiete'' war das egal...!

Alex, ein Fachmann auf dem Gebiet dieser Fahrzeuge und Werkstattleiter bei einem Hersteller von Weltreisemobilen unterstützte mich mit seinem Wissen.

Die originale Trapezring (nicht O - Ring) erhielt ein Bett aus hochtemperaturbeständiger Dichtmasse.

Nach 24 Stunden füllten wir Öl auf und die Rückfahrt einen Tag später zum Stellplatz überzeugte - nicht!

 

Die Felge glänzte im Öl!

 

Nun war das Ende der Fahnenstange erreicht! Auf zum örtlichen IVECO - Händler!

Ein Werkstatttermin wäre wegen Überlastung erst in drei - bis vier Wochen möglich! Danke!

 

Mir erhöhtem Blutdruck ging es wenige Kilometer weiter aufs Dorf. Der nette Torsten Steinb., der Chef einer Land - und Baumaschinenwerkstatt, räumte sofort eine Außenfläche für uns frei. 

 

Bei 35°C in der prallen Sonne wurde nun alles bis zum Achswellenstumpf zerlegt! 

Irgendwie kann ich die Bilder nicht mehr sehen!

Im Beisein des Chefs wurden die Teile inspiziert. 

Verdammt, alles erschien in Ordnung zu sein. Das Öl kann nur durch die Topfdichtfläche entfleuchen.

Ein Mitarbeiter schnappte sich diesen in Spanien malträtierten Topf und prüfte auf der Drehbank den Rundlauf.

 

Aha, unser Topf war nun oval! Herzlichen Dank an die Firma ,,GARCID'' in Amposta/Spain!

 

Der Chef und wir telefonierten den Rest des Tages. Die Nacht auf dem Werkstattgelände war heiß und drückend, die Nerven lagen sowieso blank.

Der nächste Tag war mit Internetrecherchen und Telefonaten ausgefüllt. Woher bekommen wir ein Ersatzteil?

 

Gegen 15°°Uhr gab es nur einen Treffer! Der Frank, Besitzer einer Firma für alte Lkws, konnte zwei rostige Töpfe, die noch auf der Achse befestigt waren, per Foto anbieten. Sein erster Preisvorschlag von 500,00€ für einen Topf ließen uns an seinem Verstand zweifeln. Hier herrscht anscheinend die pure Gier und das brutale Ausnutzen von hilflosen Kunden.

 

Aus, Schluss, Ende! 

 

Drei kurze Telefonate (10,00€!) mit unserem dänischen Händler und Verkäufer des Nilsson später und wir starteten gegen 17°°Uhr in den Norden.

 

Stopp! Zuerst mussten ja alle Teile wieder auf die Achse. Der bereits im Umfang stärkere Trapezring erhielt erneut sein Dichtmittelbett, das Schleppmoment wurde vom erfahrenen Chef überprüft und der ovale Topf vorsichtig über das Planetengetriebe geschoben. Mit einer minimalen Ölfüllung düsten wir auf die Autobahn.

 

Nach etwa dreißig Kilometern prüften wir die Felge auf einem Rastplatz! Alles dicht, nanu...!? Ok, wieder ein Schuss Öl dazu!

 

Weitere 70 Kilometer das gleiche Spiel! Alles trocken! Das gibt es doch wohl nicht!

Nach knapp 300 Kilometern füllten wir das Planetengetriebe mit dem vorhandenen Restöl auf den vorgeschriebenen Stand auf.

 

Kurz vor Mitternacht sprangen wir vor dem verschlossenen Werkstor in die Betten und verstanden die Welt nicht mehr. Die Felge war knochentrocken!!

 

Am nächsten Morgen bummelten wir über das Gelände, erhielten neben dem Topf noch andere, sehnlichst gewünschte Ersatzteile und waren zufrieden. Der Chef fuhr Angela persönlich zur Bank, da unsere Bargeldreserven nicht ausreichten.

 

Hier kann man stundenlang stöbern...!

Gegen Mittag verließen wir die Heimatstadt vom Nilsson und erreichten nach 610 Kilometern Gesamtstrecke unseren Stellplatz. 

Seitdem steht der Reifen in der trockenen Felge! Ich habe das Gefühl, hinter meinem Rücken grinst das Mistding...!

 

Heute Abend futtern wir uns endlich mal wieder mit Danny und Joerg beim Chinaman durch. 

Wir freuen uns schon!

 

08.08.2018

Dank unserer guten Freunde können wir die momentane Pechsträhne gut bewältigen!

 

Der Harald besorgte Ölfilter und spielt den Taxifahrer für Angela, der Michael Suffr. nahm sich unseres Altölproblemes an und Joerg wirbelte seinen freien Samstag in der Werkstatt, um am Nilsson alle Öle zu wechseln.

 

Altölprobleme?

Jo! Das TBZ (Technische Betriebszentrum) in Neumünster, eine Anlaufstelle für Werstoffabfälle, besitzt einen überaus fähigen Mitarbeiter! Dieser Herr weigerte sich, unser Öl im 20 Liter Behälter anzunehmen. Zu schwer! Meine Anfrage, selbst das Öl in den Tank zu kippen, wurde auch abgelehnt. Das TBZ nimmt laut Aussage bis zu 30 Liter Altöl an, ich bin nicht einen Liter losgeworden! Herzlichen Dank! 

 

Eine blöde Infektion mit über 39°C Fieber hemmt aktuell meinen Bewegungsdrang. 

 

Die positive Nachricht: unser Nilsson besitzt erneut eine TÜV - Plakette bis 2019! Ohne Mängel!

 

13.08.2018

Die Infektion nervt immer noch, ein neues Medikament wird geliefert...!

 

Fast alle wichtigen Termine sind abgearbeitet und am Donnerstag verlassen wir den Norden. Neue Ziele, neue Abenteuer!