15.03.2019

Nördlich von Monemvasia fanden wir einen Traumstrand, der bei bestem Wetter zum Baden einlud.

Leider entwickeln wir uns zu Weichkeksen, bei den Knien hörte der Badespaß auf.

 

Dafür trafen wir auf Antje, Markus und Muffin! 

Der erste Abend am Lagerfeuer direkt auf dem Strand bescherte uns tolle Gespräche, einen glasklaren Sternenhimmel, von Markus zubereitetes Abendessen und die Vernichtung der Weinreserven.

Der zweite Abend lief schon professioneller ab.

Markus und Antje besorgten Grillfleisch und Weinnachschub, für das Holz war ich zuständig.

Der nächste Morgen startete etwas verhalten, das prächtige Wetter hielt glücklicherweise weiterhin an!

Die drei Berliner mussten weiter und wir hatten zwei Tage später noch einen schönen Abend am Lagerfeuer mit drei französischen Pärchen, bevor auch der Nilsson erneut bewegt wurde.

 

Am letzten Montag war es auch Zeit, den auf dem Weg liegenden Lidl - Markt anzusteuern.

Kurz vor der Abfahrt füllte sich der Strand und wir erhielten die Nachricht von einigen Einheimischen, dass dieser Tag ein sehr bekannter Feiertag sei. Toll!

 

Alle Geschäfte waren geschlossen und die Griechen feierten den ganzen Tag.

Wir querten erneut einen Gebirgszug, kämpften uns mit Mühe und Not durch viel zu engen Dorfstraßen und erreichten am Nachmittag unser Ziel.

 

 

Camping ,,Mani Beach'' überraschte uns bei einem kalten Wind und Bewölkung. Glücklicherweise konnten wir in einer geöffneten Bäckerei in Gythio Brot und eine Auswahl teuren Kuchens erstehen.

 

Am Dienstag stand der Waschtag an, obwohl das Wetter wesentlich unfreundlicher wurde.

Beim Aufhängen der Wäsche eroberte die Katzengang unseren Nilsson, verwüstete den Innenraum und vernichtete den teuren Kuchen und einen Teil des Brotes!

 

 

Hier hört so langsam die Tierliebe auf! Einige Camper füttern die Katzen, verschwinden nach drei Tagen und hinterlassen verwöhnte und hungrige, kleine Räuber! Unserem Nachbarn wurde einige Tage später das Fleisch aus dem SUV gemoppst, während er einige Sekunden mit dem Rücken zu seinem Reisegefährt stand.

 

Wir agierten nun vorsichtiger, mussten aber auf dem Campingplatz ausharren, da wir Pakete aus Deutschland erwarten. Der Platz ist für Wohnmobile über 7,00 Meter Länge ungeeignet, die Entsorgungsstation ist wegen der Enge der Wege nicht erreichbar! Insgesamt sind wir vom Platz nicht besonders begeistert.

 

Die Nachricht von UPS, unsere kostbarste Lieferung wäre nun beim Zoll, begeisterte bei einem Camptarif von 18,00€/Tag auch nicht gerade.

 

Zeitgleich verabschiedete sich der pofelige Mikroschalter in der Küchenspüle. Das Zerlegen der Mischbatterie und die erfolglosen Reparaturversuche führten mich bis kurz vor einen Herzinfarkt. 

Man legt wirklich nur noch für Ramsch sein Geld auf den Tisch!

 

Nun erhalten wir unser Abwaschwasser durch den Einsatz eines kleinen Schraubendrehers, der als Schalter fungiert.

In Deutschland müssen wir für den Ersatz dann 60,00€ hinblättern.

 

Am Mittwoch wagten wir die Tour zum Lidl. Bei den hohen Preisen in Griechenland lohnt sich eine Wegstrecke von etwa 50 Kilometern.

 

Nach etwa 20 Kilometern bemerkte ich das Fehlen meiner Umhängetasche!

Der Inhalt umfasste von Kreditkarten, Führerschein, Ausweisen, Geldbörse und Fahrzeugschein auch alle Schlüssel für den Nilsson. Fernglas und das gesamte Kartenmaterial, eine Ersatzbrille und viele Kleinigkeiten rundeten das Desaster ab. 

Die Krönung war das vorherige Nachfüllen der Geldbörse, da sicherheitshalber zu Angelas Kreditkarte,etwas Bargeld vorhanden sein sollte!

 

Altersbedingt ist Multitasking anscheinend nicht mehr mein Ding!

Die Tasche lag hinter dem Fahrerhaus auf den Motorrad - Aluboxen und war nun perdu!

 

Wir suchten die Strecke zweimal ab, kontaktierten den Campingplatzbesitzer (keine Hilfe) und besuchten verzweifelt die örtliche Polizei in Gythio.

Dort sollten wir nach Aussage des netten Beamtenin zwei Stunden erneut aufkreuzen, da aktuell keine Zeit wäre!

 

Auf der Rücktour zum Campingplatz entdeckten wir in der Stadt rechts in einer Parklücke unsere abgestellte Tasche!

Nach einer Vollbremsung war dieses kostbare Teil wieder in unserer Obhut!

 

Herzlichen Dank an den Finder, obwohl etwa 150,00€ nun den Besitzer gewechselt hatten.

Aber der riesige Aufwand, alle Papiere zu erneuern, blieb uns erspart!!

 

Erneut wendeten wir, da der Lidl aufgesucht werden konnte. Das Wendemanöver erlaubte mir den Blick auf einen Bauarbeiter, der im ersten Stock einen Balkon reparierte.

Er grinste mich an und ich grüßte zurück...! Ich glaube, er weiß, das ich weiß...!

Trotzdem ein herzliches Dankeschön, dem griechischen Arbeiter gönne ich einen Abend mit der Familie im Restaurant!

 

Der Einkauf war erledigt, der Nilsson bis in die letzte Ecke mit leckeren Sachen befüllt und unser neues Samsung - tablet lag an der Rezeption auch parat. Der griechische Zoll hatte sich wohl von der Harmlosigkeit des Paketes überzeugt.

 

Dafür passte die teure Schutzbox nicht zu unserem neuen Galaxy, für das alte Model 580 oder so aber schon. Eventuell finden wir ja einen Besitzer auf der weiteren Reise, der sein tablet optimal geschützt wissen möchte.

 

Das Internet lässt uns dauernd im Stich, die Verbindung bricht zum Teil alle 2 Minuten komplett ab.

Mit dem neuen tablet und einer Verbindung zum notebook klappt es etwas besser, der D - Link - Stick verweigert weiterhin seine Zusammenarbeit mit der Lidl - Sim - Karte.

 

Unser Nilsson sieht immer mehr wie ein Schrottfahrzeug aus, da eine Reinigung mit einem Dampfstrahler noch nicht möglich war.

Heute werde ich mal wieder mit der Fettpresse alle Schmiernippel bearbeiten, der gestrige Tag gehörte den verkratzen Fenstern und der Solaranlage.

 

So, es ist bereits 12.20 Uhr! Jetzt werfe ich Angela aus dem Bett und bereite das Frühstück zu. Sonst ist die Zeit bis zu Kaffee und Kuchen zu kurz!

 

20.03.2019

Der Campingplatz beherbergt uns immer noch, da ein Päckchen aus Deutschland und ein Brief mit einer Prepaid - Karte aus Spanien dringend erwartet werden.

 

Eine pauschale Verlängerung der Standzeit in diesem Camp scheiterte an der mangelnden Bereitschaft des Chefs, der nur telefonisch zu erreichen war, einen für uns adäquaten Monatspreis zu verhandeln.

Ok, nach intensiver Internetrecherche sitzen wir noch auf einem sehr günstigen Platz fest!

 

Bei Sonnenschein sitzen wir einige Stunden vor dem Nilsson, der starke Wind aus den schneebedeckten Bergen zwingt uns aber zeitig in unser Zuhause. Der Frühling zeigt sich trotzdem bereits in voller Blütenpracht!

Ein Arbeitstag an der Waschmaschine (4,00 €/ pro Waschgang) beschert uns saubere Decken und Teppiche, während ich mich auf die Anordnung Angelas um die hungrigen Katzen kümmere. Die Bratensoße mit zerkleinertem, alten Brot schmeckt nicht nur einer Tiergattung.

So, mal wieder kein Internetzugang....!

 

21.03.2019

Gerade erneut ohne Verbindung zum weltweiten Netz!

 

Während ich in den letzten Tagen am Nilsson arbeiten und die zahlreichen haarigen Biester versorgen durfte, bummelte Angela außerhalb ihrer Bettzeiten am Strand entlang.