01.01.2019

Der letzte Tag im alten Jahr verabschiedete sich mit einem Unwetter! So gab es einen natürlichen Ersatz für das etwas dürftige Feuerwerk in Paleochora. 

 

Die Griechen sind da etwas experimentierfreudiger bei der Gestaltung des Feuerwerkes. Auf jeden Fall ließ es sich ein feiernder Anwohner nicht nehmen, mit einer AK 47 und mehreren Feuerstößen das neue Jahr zu begrüßen!

 

Ein kurzer Rückblick, denn vorher wechselten wir noch den Campingplatz!

Schade, denn wir verbrachten hier zwei schöne Abende bei Carol und David! Die beiden Reisenden aus Großbritannien

verbringen inzwischen das fünfte Jahr in ihrem gemütlichen Hymer - Reisemobil.

Wir wünschen den Beiden ein tolles Jahr 2019 und möge der komplett idiotische BREXIT der Vergangenheit angehören!

 

Ok, wir versorgten uns in Paleochora mit Geld aus dem Automaten und genügend Lebensmitteln für die nächsten Tage.

Der Nilsson wurde im Regen endlich einen großen Teil seiner Lehmschicht los, die steinerne Dame auf der Promenade wartete währenddessen auf die Sonne.

Immerhin soll laut Aussage der Griechen hier im Sommer die heißeste Ecke Europas liegen!

Der neue Campingplatz in etwa 10 Kilometern Entfernung war schnell gefunden, in der Strandbar neben dem Parkplatz sollte eine Feier stattfinden.

 

Bei dem Unwetter mit Blitz und Donner feierten wir lieber im Nilsson mit einer Pilzpizza, Honigraki und leckerem kretischen Wein.

Der steigende Promillewert ließ uns dann noch schnell einen Account bei Zattoo einrichten. Wir wollten mal wieder das deutsche Silvesterprogramm genießen!

Erneut eine Katastrophe! Sind wir inzwischen so alt, dass wir die Gäste auf der Couch von Jörg Pilawa und Co. nicht mehr kennen?

 

Um 24.°° Uhr konnten wir Carla und Jürgen in Portugal Neujahrsgrüße zusenden! Hah, dort muss man weitere zwei Stunden auf den Jahreswechsel warten!

Wir erlebten alle weiteren europäischen Wechsel und stiegen leicht angeheitert gegen 2.30 Uhr am Neujahrsmorgen in die Betten.

Bei dem Dauerregen schliefen wir bis zum heutigen Mittag!

 

Unser Festessen, im Hintergrund unser Weihnachtsbaum aus Naturplastik!

 

06.01.2019

Ein starker Kälteeinbruch mit Sonnenschein übernimmt aktuell die Regie! Die umliegenden Bergspitzen glitzern nun unter dem Neuschnee.

Die heftigen Unwetter der letzten Tage bescherten mir einen klatschnassen Angeltag, dafür haben wir in den Winterschlafmodus geschaltet.

Bei gutem Wein, leckerem Essen und Musik lässt es sich im geheizten Nilsson gut aushalten.

 

Am morgigen Montag brechen wir aber erneut auf, der Rest der Insel will erkundet werden und Besuche beim LIDL in Chania und im Angelshop sind mal wieder nötig.

 

08.01.2019

Der gestrige Montag verwöhnte uns mit Sonnenschein!

 

Wir brachten den Nilsson auf Vordermann. Die Wassertanks wurden befüllt, Grauwassertank und Toilette entleert.

Die Radmuttern des neu abgedichteten Hinterrades wurden nachgezogen, der Motorölstand überprüft und die Fahrerkabine ausgefegt. Nun konnte ich Angela aus dem Bett werfen...!

 

In Pareochola trafen wir uns mit Monika auf einen letzten Cappuccino. Wir wünschen Dir eine tolle Zeit auf Kreta und viele interessante Gespräche!

Nach einem kurzen Besuch im Angelshop starteten wir gen Norden und querten die wilde Insel.

Die Schneefallgrenze lag bereits sehr tief, der Sonnentag am Montag brachte an den Südhängen die weiße Pracht schnell zum Schmelzen. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Kraft die Sonne hier scheint. Wenn man diese dann mal sieht...!

An der Nordküste bogen wir nach Osten ab. Ein auf dem Weg liegender LIDL - Markt wurde geplündert und alle Vorräte aufgestockt. Uns ist schon klar, dass diese Ladenkette mit ihren günstigen Preisen die einheimischen Supermärkte in die Pleite treibt. Wir kaufen ansonsten in den abgelegenen Gebieten gerne in den Minimärkten ein, aber unser Salär ist auch begrenzt. In den kleinen Läden kostet der Liter Milch schon mal 1,80 € ...!

Unsere Absicht, irgendwo erneut in der Pampa frei zu stehen, wurde vom Wetter vereitelt. Dunkle Wolken zogen auf und der Regen ließ nicht lange auf sich warten.

Gut, gehen wir auf einen geöffneten Campingplatz, um elektrisch versorgt zu werden.

 

Das Camp war gegen Abend erreicht. Wir fuhren mit dem Nilsson auf das Gelände, parkten und suchten die Rezeption auf.

Ein kleiner, gekritzelter Hinweis überraschte uns, denn im Internet stand: Heute geöffnet, 365 Tage im Jahr!

 

Auf dem Zettel stand: Wir öffnen am 01.03.2019 wieder!

 

Ok, der Platz lag direkt am weitläufigen Sandstrand, eine Schranke, um uns den Rückweg zu versperren, gab es nicht. 

Wir inspizierten das Areal. Einige abgestellte Wohnwagen und ein großes und teures Reisemobil aus Nürnberg parkten hier. Ein kleines Sanitärgebäude war geöffnet, nur der Strom war abgestellt. 

 

Direkt vor der Sanddüne fanden wir einen Platz und machten es uns gemütlich. Den unheimlichen Eindruck, den die Pflanzen und Bäume bei uns weckten, hatten wir doch schon mal erlebt!

Ach ja, auf Mittelerde, als wir vor den Orks flohen!

 

Ein kurzer Abstecher zum menschenleeren Strand befriedigte kurz vor Einbruch der Dämmerung unsere Neugier.

Für Liebhaber der Brandung gab Angela mal wieder alles ...!

Die gesamte letzte Nacht tobten hier die Unwetter.

Die Geräuschkulisse war schon beeindruckend, trotz der Ohrenstöpsel lagen wir wach in den schwankenden Betten.

 

Die massiven Hagelschauer haben unsere Nilsson gründlich gereinigt. Jedenfalls von oben, der Lehm und Dreck sind weg.

 

Der Blick aus dem Fenster zeigt das Mittelmeer sehr ungemütlich, mit weißen Schaumkronen bis zum Horizont.

Wir halten durch, am morgigen Mittwoch sagt die Wettervorhersage Sonnenschein und doppelt so hohe Temperaturen voraus. Außerdem hat uns bisher niemand entdeckt...!

 

Angela fand die ,,verhagelten'' Dachfenster faszinierend!

 

11.01.2019

Bis zum heutigen Freitag haben wir auf dem Campingplatz ,,Elizabeth'' genächtigt! Ein massiver Kälteeinbruch, den selbst die Kreter noch nie erlebt hatten, verwandelte die Landschaft in ein Winterparadies.

Vorher aber noch einige Bilder aus dem Auenland, unserem Stellplatz...!

Ein kleiner Strandspaziergang!

Der Rückweg bescherte uns ein Treffen mit dem Besitzer und der Familie des Campingplatzes. 

Oha!

 

Wir fühlten uns sofort in die Familie integriert und durften weiterhin frei stehen. Eine Bezahlung wurde abgelehnt.

Es gab Tipps bezüglich guter Restaurants und sehr nette Gespräche!

Herzlichen Dank an Christopher und seine Familie vom Campingplatz ,,Elizabeth''!

 

Heute ging es gen Osten weiter und der Platz ,,Creta'' wird unser Domizil für die nächsten Tage. Die Temperaturen haben sich glücklicherweise verdoppelt und wir erlebten einen regenfreien Tag.

Ich möchte mal wieder angeln, die Wäsche muss in die Maschine und - das Rad ölt wieder!!

Qijuhcnoijfojnncasjhf ... verdammt nochmal!

 

15.01.2019

Unsere Absicht, am heutigen Tag aufzubrechen, wurde durch ein seit 20 Stunden tobendes Unwetter vereitelt.

Der Nilsson schwankt wie ein alter Kahn auf hoher See und wir relaxen.

 

Tagsüber lerne ich für die Sportfischerprüfung, am Abend wird gekocht. Mein Karatetraining außerhalb des Lkw liegt flach, da ich bei diesem Wetter mit hoher Wahrscheinlichkeit abheben und gen Türkei flattern würde!

Ein leckerer LIDL - Fisch, für unseren ORIGO - Backofen mit viel Liebe zubereitet!

Zum Angeln komme ich wegen der Wetterlage schon lange nicht mehr!

 

Eigentlich sieht es vor unserem Stellplatz wie folgt aus...! Dieses Bild konnten wir einen Tag genießen!

Seit etwa 20 Stunden werden wir dagegen kräftig durchgeschüttelt und mit Seewasser begossen. Ich hatte ja auch erst am Montag den Nilsson für die Abfahrt gereinigt.

Dabei konnte ich einige Schäden auf dem Dach begutachten. Da wir vor wenigen Wochen armdicke Äste aus dem Weg geräumt hatten, durfte ich nun die aufgebördelte Ecke eines Solarpaneels richten. Die Kamera, die ich für die Höhenkontrolle installiert hatte, fehlt. Der stabile Halter rettete auf jeden Fall eine der Dachluken.

 

Aber kommen wir nun zum Wetter in südlichen Breiten, gerade einmal 300 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt!

Die schmale Küstenstraße wird immer wieder überflutet, Sand und Kies bleiben zurück.

Leider konnten wir bisher keine angespülten Fische entdecken.

 

Diese Unwetter direkt an der Küstenlinie, die wir in der Wintersaison in Griechenland erlebten, zeigen uns sehr deutlich die Naturgewalten auf. 

Gelegentlich muss man tief durchatmen, glücklicherweise wiegt der Nilsson etwa 9 Tonnen. 

Die auf dem Platz abgestellten Wohnwagen entledigen sich inzwischen ihrer Vorzelte und Abdeckplanen.

 

Das gespeicherte Wetterradar auf Angelas Handy gibt bisher keine Entwarnung, erst am Donnerstag soll die Unwetterfront über Kreta verschwinden.